Mid-Autumn in the Wasatch

 

Fall in the Wasatch Mountains

 

As I write, a storm is rolling in.  Snow is coming.  Good news for skiers, certainly.

 

The relatively warm days we’ve been having may finally be really and truly gone.

 

I don’t like the coming of winter.  I never really dislike it as much as I think I will, but I miss the summer and the fall, and the spring always seems so far away.

 

A favorite poem, “Herbstag” or “Autumn  Day,” by Rainer Maria Rilke:

 

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gieb ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

 

A rather loose and unsatisfactory translation by Guntram Deichsel:

 

Lord, it is time. Let the great summer go,
Lay your long shadows on the sundials,
And over harvest piles let the winds blow.

Command the last fruits to be ripe;
Grant them some other southern hour,
Urge them to completion, and with power
Drive final sweetness to the heavy grape.

Who’s homeless now, will for long stay alone.
No home will build his weary hands,
He’ll wake, read, write letters long to friends
And will the alleys up and down
Walk restlessly, when falling leaves dance.

Posted from Park City, Utah.

 

 

  • Eric Ringger

    I suppose I need to read Rilke more often!

  • Virginia Brown

    Another couple of German poems, the first also about Autumn by Rilke:

    Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
    als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
    sie fallen mit verneinender Gebärde.

    Und in den Nächten fällt die schwere Erde
    aus allen Sternen in die Einsamkeit.

    Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
    Und sieh dir andre an: es ist in allen.

    Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
    unendlich sanft in seinen Händen hält.

    And one for Halloween by Christian Morgenstern:

    Ein Werwolf eines Nachts entwich
    von Weib und Kind und sich begab
    an eines Dorfschullehrers Grab
    und bat ihn: “Bitte, beuge mich!”

    Der Dorfschulmeister stieg hinauf
    auf seines Blechschilds Messingknauf
    und sprach zum Wolf, der seine Pfoten
    geduldig kreuzte vor dem Toten:

    “Der Werwolf” – sprach der gute Mann,
    “des Weswolfs, Genitiv sodann,
    dem Wemwolf, Dativ, wie man’s nennt,
    den Wenwolf, – damit hat’s ein End.”

    Dem Werwolf schmeichelten die Fälle,
    er rollte seine Augenbälle.
    “Indessen,” bat er, “füge doch
    zur Einzahl auch die Mehrzahl noch!”

    Der Dorfschulmeister aber mußte
    gestehn, dass er von ihr nichts wußte,
    Zwar Wölfe gäb’s in großer Schar,
    doch “Wer” gäb’s nur im Singular.

    Der Wolf erhob sich tränenblind -
    er hatte ja doch Weib und Kind!!
    Doch da er kein Gelehrter eben,
    so schied er dankend und ergeben.

    • DanielPeterson

      The first one’s gorgeous.

      The second one is funny. But I don’t envy the would-be translator.


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